Samstag, 13. Oktober 2012

Gentechnik im Honig soll Standard werden?

Zur Empörung der Imkerverbände hat die EU-Kommission nun einen Vorschlag zur Änderung der Honigrichtlinie vorgelegt, der die strengen Anforderungen des EuGH-Honigurteils aushebelt. Demnach soll das Vorhandensein von Pollen in Honig, die von zugelassenen Gen-Pflanzen stammen, gegenüber dem Verbraucher weiter verschleiert werden.


Die neue Regelung soll zudem Schlupflöcher ermöglichen, die zu einer Umgehung der Nulltoleranz für nicht zugelassene Gen-Pollen in Honig führen. Eine klare Absage an den Verbraucherschutz. Zur Zeit wird der hier verzehrte Honig überwiegend importiert, vorzugsweise aus Argentinien, Mexiko und China, und ist häufig mit Gen-Pollen kontaminiert.

Das Umweltinstitut München fordert Ministerin Aigner auf, wenigstens die letzten Monate ihrer Amtszeit im Sinne des Verbraucherschutzes aktiv zu werden und sich in Brüssel gegen diese Aufweichung einzusetzen.

Filmtipp "More than Honey": Bienen produzieren nicht nur Honig, sondern sind unverzichtbar für Natur und Landwirtschaft. Ohne die Bestäubungsarbeit der Bienen würde der Weltbevölkerung ein Drittel der gesamten Welternte fehlen. Der Dokumentarfilm "More than Honey" ("Mehr als Honig") geht dem massiven weltweiten Bienenstreben auf den Grund. Gezeigt wird der Film im Rahmen des Münchner Klimaherbst 2012.


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Montag, 8. Oktober 2012

EU: Deutschland enthält sich, neuer Gentechnik-Mais kommt

Bei einer erneuten Abstimmung über die Zulassung des Gentechnik-Maises MIR 162 für Import und Verarbeitung haben sich die Mitgliedsstaaten der EU wieder nicht einigen können. Es kam keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen den Mais zustande. Die deutsche Bundesregierung enthielt sich der Stimme. Nun liegt die Entscheidung in den Händen der EU-Kommission.



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Montag, 1. Oktober 2012

Speakerstour Tödliches Soja

Vom 5. bis 19. September organisierte Save Our Seeds die Speakerstour „Tödliches Soja – die Mütter von Ituzaingó“. Zwei Wochen lang tourten Sofía Gatica und María Godoy, zwei Mütter aus Argentinien, durch ganz Europa um ihre Geschichte zu erzählen.

Sofía verlor ihre Tochter zwei Wochen nach der Geburt an Nierenmissbildung – ein Resultat des in dieser Gegend intensiv eingesetzten Herbizids Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat. Seitdem kämpft sie dagegen, dass auf Argentiniens Sojafeldern Monsanto’s Roundup mit Flugzeugen versprüht werden darf.

Dieses Jahr gewann sie den „Goldman Environmental Prize“ für ihren Einsatz. Die zwei Mütter aus Ituzaingó besuchten u.a. Deutschland, Spanien, Rumänien, Polen und Brüssel. Sie forderten die Europäischen Politiker auf, den Import von GVO Soja zu stoppen und warnte die Kommission die Roundup Ready Sojabohne von Monsanto nicht für den Anbau in Europa zuzulassen.



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Freitag, 28. September 2012

Gentechnikfreie Regionen ausweiten

Seit Juli gehört Schleswig-Holstein wieder zum Europäischen Netzwerk Gentechnikfreier Regionen. Den Wiederbeitritt zu dem Bündnis besiegelte Umweltminister Robert Habeck (Grüne) am 31. Juli mit seiner Unterschrift. Auch das Saarland will nun offiziell auf Gentechnik verzichten und dem Netzwerk beitreten.

Umweltministerin Anke Rehlinger (SPD) wird in den nächsten Wochen die entsprechende Charta unterzeichnen. Damit schließen sich die beiden Bundesländer den Ländern Thüringen und Nordrhein-Westfalen an, die bislang als einzige in dem Netzwerk vertreten waren.



Leider gibt es bisher jedoch immer noch kein Durchatmen bei der Frage um neue Gentechnik-Zulassungen. Gemeinsam mit verschiedenen Bauern-, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen fordert Save Our Seeds von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und Bundesumweltminister Peter Altmaier sich bei der EU-Kommission gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Pflanzen einzusetzen.

Studie: Gentechnik Risiko für Gesundheit

Für besondere Aufregung hat in diesem Monat die Studie eines französischen Wissenschaftlers der Universität Caen gesorgt. In seiner zweijährigen Studie starben Ratten, die Gentechnik-Mais gefressen hatten, deutlich früher als ihre Artgenossen, denen normales Futter verabreicht worden war. Die Studie dokumentiert erstmals die Auswirkungen des Verzehrs von gentechnisch veränderten Produkten über längere Zeiträume hinweg.

Mit den Erkenntnissen der französischen Wissenschaftler könnte der Druck auf die EU-Kommission, den Zulassungsprozess zu reformieren, spürbar ansteigen


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Donnerstag, 27. September 2012

Gentechnik in der Kritik

Seit Juli gehört Schleswig-Holstein wieder zum Europäischen Netzwerk Gentechnikfreier Regionen. Den Wiederbeitritt zu dem Bündnis besiegelte Umweltminister Robert Habeck (Grüne) am 31. Juli mit seiner Unterschrift. Auch das Saarland will nun offiziell auf Gentechnik verzichten und dem Netzwerk beitreten. Umweltministerin Anke Rehlinger (SPD) wird in den nächsten Wochen die entsprechende Charta unterzeichnen. Damit schließen sich die beiden Bundesländer den Ländern Thüringen und Nordrhein-Westfalen an, die bislang als einzige in dem Netzwerk vertreten waren.

Leider gibt es bisher jedoch immer noch kein Durchatmen bei der Frage um neue Gentechnik-Zulassungen. Gemeinsam mit verschiedenen Bauern-, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen fordert Save Our Seeds von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und Bundesumweltminister Peter Altmaier sich bei der EU-Kommission gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Pflanzen einzusetzen.

Für besondere Aufregung hat in diesem Monat die Studie eines französischen Wissenschaftlers der Universität Caen gesorgt. In seiner zweijährigen Studie starben Ratten, die Gentechnik-Mais gefressen hatten, deutlich früher als ihre Artgenossen, denen normales Futter verabreicht worden war. Die Studie dokumentiert erstmals die Auswirkungen des Verzehrs von gentechnisch veränderten Produkten über längere Zeiträume hinweg. Mit den Erkenntnissen der französischen Wissenschaftler könnte der Druck auf die EU-Kommission, den Zulassungsprozess zu reformieren, spürbar weiter ansteigen.


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